Dieses Thema betrifft nicht nur Migranten, sondern auch sehr viele Österreicher:

Fast eine Million Österreicher und Österreicherinnen im Alter von 16 bis 65 Jahren können nur völlig unzureichend lesen und schreiben. Somit sind 17,1 Prozent

funktionale Analphabeten.

Das ergab die PIAAC-Studie 2013 (Programme for the International Assessment of Adult Competencies). Damit liegt Österreich bei der Lesekompetenz unter dem Durchschnitt jener OECD-Länder, die an dem internationalen Vergleich teilgenommen haben. 100.000 konnten mangels Lese- und Schreibfähigkeit an der Studie gar nicht teilnehmen.

Analphabetismus in diesem Sinn darf man sich allerdings nicht so vorstellen, dass die davon betroffenen Personen überhaupt nicht lesen oder schreiben können. 

Buchstaben, einzelne Wörter und kurze Sätze können sehr wohl erfasst, ganze Textstellen aber nicht verstanden werden. Komplizierte Schreiben oder Behördenbriefe schon gar nicht.

 

Die Auswirkungen auf das weitere Leben im Alltag sind dramatisch: negative Schulerfahrungen, Diskriminierung, Scham, Geheimhaltung, Täuschung, Minderwertigkeitsgefühl. Von der Unfähigkeit zu lesen und zu schreiben darf niemand erfahren, oft nicht einmal die eigene Familie.

(aus: Die Presse vom 07.03.2015)

http://diepresse.com/home/bildung/schule/4680005/970000-funktionale-Analphabeten

300 000 bis 600 000

Menschen in Österreich können gar nicht oder kaum lesen.

HILFE und BERATUNG: